Eilmeldung

Eilmeldung

Putin: Mit neuen Köpfen gegen die Wirtschaftsflaute

Sie lesen gerade:

Putin: Mit neuen Köpfen gegen die Wirtschaftsflaute

Schriftgrösse Aa Aa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat entscheidende Posten der Wirtschaftspolitik neu besetzt. Er ernannte den bisherigen Vizegouverneur der russischen Notenbank, Alexej Uljukajew, zum neuen Wirtschaftsminister. Den bisherigen Ressortchef Andrej Beloussow machte der Staatschef zu seinem höchsten wirtschaftspolitischen Berater.

Mit dem Personalkarussell verstärkt Putin seinen Einfluss auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik im Land.

Laut IWF dürfte die russische Wirtschaft dieses Jahr nur noch um 2,5 Prozent wachsen – vor zwei Jahren waren es noch mehr als 4,5 Prozent gewesen.

Putins bisherige Beraterin Elwira Nabiullina wechselt an die Spitze der Notenbank.

Es wird erwartet, dass sie eine lockere Geldpolitik durchsetzen wird, falls die Regierung dies verlangen sollte, um gegen eine drohende Rezession im Land vorzugehen. Aber noch beträgt die Inflation 7,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – meilenweit über der Obergrenze von 6%, die die Notenbank erreichen will.

Allein die Spekulationen über einen weicheren Rubel haben ihn schon aufgeweicht.

Und in diesem Jahr sind bis Ende Mai fast 30 Milliarden Euro aus dem Land abgeflossen – mehr als die Regierung für 2013 insgesamt angepeilt hat.

Für einen Währungskorb, vor allem aus Dollars und Euros, muss man mehr als 8 Prozent mehr Rubel hinlegen als zu Jahresbeginn.

Das Land sei nach wie vor vollständig von Öl- und Gaseinnahmen abhängig, warnen Analysten. Energie finanziere rund die Hälfte des Staatshaushalts – bei rückläufigen Preisen drohten ernste Probleme bis hin zum Staatsbankrott.

Witali Nesis, Chef des russischen Bergbauunternehmens Polymetal International:
„Die Zukunft des Wirtschaftswachstums hier hängt komplett von den Rohstoffpreisen ab.”

Mit Reuters