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RoboCup 2013

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RoboCup 2013

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Fußball ohne Füße, dafür mit Köpfchen, das ist der ganz besondere Charme des internationalen Roboterwettbewerbs RoboCup. Teams aus aller Welt präsentieren elektronische Kicker, die dank ausgefeilter Technologie und Software den Ball zielsicher ins Netz befördern. Zum Beispiel die kolumbianischen Torschützen, Würfel auf Rädern, die blitzschnell auf Ballbewegungen reagieren und sich selbst in die optimale Schussposition manövrieren. “Wir schauen uns echte Fußballspiele an und entwickeln Angriffs- und Verteidigungssysteme, versuchen unsere Beobachtungen vom Menschen auf den Roboter zu übertragen”, sagt Roboterentwicklerin Katherin Perez.

RoboCup wurde 1997 ins Leben gerufen, um für den Forschungszweig künstliche Intelligenz zu werben. Der Wettkampf findet diesmal im niederländischen Eindhoven statt. 2500 Teilnehmer aus 40 Ländern werden erwartet. Dabei geht es nicht nur um Kickkünste.
Auf dem parallel stattfindenden Kongress werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik ausgetauscht.

“Den Robotern werden im Vorfeld bestimmte Spielpositionen zugeteilt, Angriff, Verteidigung, oder Flügel. Jeder Roboter hat seine spezifische Stärken, die er selbstständig im richtigen Augenblick anwendet”, erläutert Jorge Lopez von der Santo Tomas Universität die Strategie des kolumbianischen Teams.

20 Minuten dauert ein Spiel beim RoboCup, jeweils vier Roboter treten gegeneinander an.
Beim Finale im vergangenen Jahr in Mexiko-Stadt gewannen in der Mitteklassenkategorie die niederländischen Kicker gegen die iranischen 4 zu 1.
Die Stimmung: fast ebenso überschwänglich wie auf dem echten Fußballplatz!