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Syrien-Konflikt befeuert Spannungen im Libanon

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Syrien-Konflikt befeuert Spannungen im Libanon

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Am zweiten Tag der Gefechte zwischen Armee und sunnitischen Extremisten sind im Libanon erneut mehrere Menschen getötet worden. In einer Moschee im südlibanesischen Sidon fuhr die Armee schweres Geschütz auf.
Die Soldaten stürmten das Gebäude, in dem sich Anhänger von Prediger Scheich Ahmed al-Assir verschanzt hatten.
Begonnen hatten die Kämpfe zwischen Armee und Salafisten am Sonntag, als Assirs Kämpfer an einem Kontrollposten in Sidon das Feuer auf Soldaten eröffneten. Insgesamt sollen seither mindestens 16 Armeeangehörige und rund 30 Extremisten zu Tode gekommen sein. Das Rote Kreuz spricht von über einhundert Verletzten.
Die Unruhen in Sidon schwappten auf andere Landesteile über. Vor allem auf Beirut und Tripoli, wo die Salafisten Straßensperren errichteten und ebenfalls auf Soldaten feuerten.
Es sind die heftigsten Spannungen seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien. Gerade Syrien spaltet die Libanesen.Während die schiitische Hisbollah-Miliz der syrischen Armee Rückendeckung gibt, rufen die Gefolgsleute des Sunniten-Predigers zum “Heiligen Krieg” gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad auf.