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EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara erst im Oktober

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EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara erst im Oktober

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Das Vorgehen der Türkei gegen Demonstranten hat Folgen. Eine neue Runde der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara soll erst im Oktober beginnen. Die Außen- und Europaminister der EU stimmten dem deutschen Vorschlag zu, ein neues Kapitel zu eröffnen, den Verhandlungsbeginn aber zu verschieben. “Bei allem, was wir auch an verständlichen Reaktionen empfinden und sehen, in Anbetracht der Ereignisse der letzten Tage, dürfen wir nicht außer acht lassen, dass wir auch langfristige, strategische Interessen haben”, so der deutsche Außenminister Guido Westerwelle. Der türkische Außenminister Achmet Davutoglu zeigte sich mit dem Kompromiss zufrieden:
Wichtig sei, dass Europa ein neues Kapitel eröffnen wolle. Diese Entscheidung könne nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Beitrittsverhandlungen sind in 35 sogenannte Kapitel unterteilt. Seit mehreren Wochen demonstrieren in Istanbul und anderen Städten Zehntausende gegen die konservativ-islamische Regierung. Die Polizei geht brutal gegen die Demonstranten vor.