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Fall Snowden belastet Verhältnis zwischen USA und China

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Fall Snowden belastet Verhältnis zwischen USA und China

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Edward Snowden ist und bleibt verschwunden. Die Spur des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters verliert sich in Moskau. Eine Fortsetzung seiner Flucht nach Kuba, wie von amerikanischen Behörden zunächst angenommen, kam nicht zustande.

Der Fall des 30-Jährigen, der in den Vereinigten Staaten wegen Geheimnisverrats vor Gericht gestellt werden soll, sorgt zusehends für diplomatische Irritationen zwischen den USA und China.

“Wir glauben einfach nicht, dass es eine bürokratische Entscheidung der Behörden in Hongkong war. Es war eine bewusste Entscheidung der Regierung, einen Flüchtigen trotz eines bestehenden Haftbefehls laufen zu lassen. Das hat zweifelos eine negative Auswirkung auf das Verhältnis zwischen den USA und China”, sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses, und nahm zugleich Russland in die Pflicht.

“Wir stehen in Kontakt und diskutieren mit ihnen, oder besser: erwarten von ihnen, dass sie die Möglichkeiten prüfen, Mr. Snowden in die Vereinigten Staaten auszuweisen, damit er für seine Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden kann”, so Carney.

Der IT-Spezialist will sich vermutlich nach Ecuador durchschlagen – auf derzeit unbekanntem Wege. In dem südamerikanischen Staat hat Snowden Asyl beantragt. Ecuadors Präsident Rafael Correa teilte mit, man werde eine angemessene Entscheidung “in absoluter Souveränität” treffen.