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Jiri Rusnok ist neuer tschechischer Ministerpräsident

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Jiri Rusnok ist neuer tschechischer Ministerpräsident

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Eine Expertenregierung soll Tschechien aus der schweren politischen Krise führen. Präsident Milos Zeman ernannte den Ökonomen und Ex-Finanzminister Jiri Rusnok zum Chef einer
Übergangsregierung. Der 52-Jährige werde das Land zu neuen Wahlen führen. Rusnok ist Manager eines Pensionsfonds.

Als wichtigste Aufgaben bezeichnete Rusnok die Ausarbeitung des Haushalts für 2014 und die finanzielle Hilfe für Opfer der jüngsten Hochwasser-Katastrophe.

Die konservative Spitzenpolitikerin Miroslava Nemcova hatte zuletzt noch einmal an Zeman appelliert, ihr den Regierungsauftrag zu erteilen. Nemcova nannte die Entscheidung des Präsidenten eine Totgeburt.

Politische Gegner Zemans befürchten, dass der Präsident fortan im Hintergrund die Fäden ziehen wird. Als erster direkt gewählter Präsident des Landes versuche Zeman, seine Machtbasis auszuweiten.

Rusnok folgt auf den Konservativen Petr Necas, der vor einer Woche nach einem aufsehenerregenden Bespitzelungs- und Bestechungsskandal zurückgetreten war. Darin verwickelt war auch seine Büroleiterin und Mätresse, Jana Nagyova. Sie sitzt ebenso wie weitere Necas-Vertraute in Untersuchungshaft.