Eilmeldung

Eilmeldung

Pläne zu Friedenskonferenz für Syrien geraten ins Stocken

Sie lesen gerade:

Pläne zu Friedenskonferenz für Syrien geraten ins Stocken

Schriftgrösse Aa Aa

Das Treffen in Genf rückt in weite Ferne. Der Vermittler der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen Lakhdar Brahimi befürchtet, dass die Konferenz erst nach Juli stattfindet. Einer der Gründe: Die syrische Opposition sei zu zerstritten, um sich auf einen Vertreter zu einigen. Doch die Zeit drängt: Die heftigen Kämpfe in Syrien greifen immer stärker auf den Libanon über.

Brahimi appellierte an die involvierten Staaten, “ich bezweifle, dass die Konferenz im Juli stattfindet. Ich hoffe sehr, dass die Regierungen in der Region und die Großmächte – insbesondere die USA sowie Russland – so handeln, dass die Situation nicht weiter außer Kontrolle gerät. Nicht nur in Syrien, sondern in der gesamten Region.”

Auch die saudische Regierung kritisierte, dass der Iran und die libanesische Hisbollah Präsident Baschar al-Assad unterstützen.

Russland beharrt hingegen weiter auf einer Teilnahme Teherans bei der Friedenskonferenz in Genf – als Verbündeter des syrischen Präsidenten. Das lehnen die USA jedoch strikt ab.

Solange diese Streitpunkte nicht geklärt sind, geht das Blutvergießen in Syrien weiter – und im Libanon. Denn der Konflikt greift mehr und mehr auf das Nachbarland über. Vor kurzem wurden dort 50 Menschen in Sidon getötet.