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Snowden: Russland und China brüskiert über US-Vorwürfe

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Snowden: Russland und China brüskiert über US-Vorwürfe

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Die Flucht des amerikanischen “Plauderers” Edward Snowden sorgt für Verstimmungen. Russland und China fühlen sich von dem Gepolter der USA angegriffen.
Die hatten in den vergangenen Stunden Russland wie China vorgeworfen, Ex-Geheimdienstler Snowden bei dem Versuch unterstützt zu haben, den US-Behörden zu entwischen.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow lässt das nicht auf sich sitzen:

“Er hat seine Reiseroute selbst gewählt. Wie alle anderen haben auch wir erst aus den Medien davon erfahren. Er hat die russische Staatsgrenze nie passiert. Die Vorwüfe, wir würden US-amerikanisches Recht verletzen sind unhaltbar. Ebenso wie die Drohgebärden.”

Das Argument:
Es wird gemutmaßt, dass der 30-Jährige, der die Überwachungspraktiken der USA offengelegt hatte, sich noch immer im Transitbereich des Moskauer Flughafen Scheremetjewo aufhält. Für den benötigt er kein russisches Einreisevisum.

US-Außenminister John Kerry hat Russland und China scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. Nicht nur die Russen, auch die Chinesen wiesen die Kritik der USA entschieden von sich.

Sie entbehrten jeder Grundlage, hieß es seitens des chinesischen Außenministeriums. Man habe im Einklang mit dem Gesetz gehandelt und sei über jeden Zweifel erhaben.

Der flüchtige Snowden versucht angeblich nach Ecuador zu entkommen. Zumindest hat er dort um Asyl gebeten. Berichte, die besagen, die dortige Regierung würde ihn mit Ausreisepapieren für Flüchtlige versorgen, wurden offiziell bislang nicht bestätigt.