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Informant Snowden ohne Pass im Moskauer Flughafen

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Informant Snowden ohne Pass im Moskauer Flughafen

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Der US-Geheimdienstspezialist Edward Snowden hält
sich weiter im Transitbereicht des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Der 30-Jährige hat keinen gültigen Pass mehr, seit die USA seinen Pass annulliert haben.

Washington fordert von Moskau die Auslieferung des
Mannes, der in den vergangenen Wochen mit Enthüllungen über die Überwachungspraktiken britischer und amerikanischer Geheimdienste Schlagzeilen gemacht hat.

Der amerikanische Außenminister John Kerry – gerade zu Besuch in Saudi-Arabien – sagte: “Es gibt zwar kein Auslieferungsabkommen mit Russland, aber es gibt Regeln des Anstands. Die Russen sollten akzeptieren, dass eine befreundetes Land, eines der fünf ständigen Mitglieder bei den Vereinten Nationen, im Rahmen der geltenden Gesetze einen Wunsch geäußert hat.”

Snowden versucht nach Ecuador zu kommen. Dort hat er nach Angaben der Regierung in Quito bereits um Asyl gebeten. Sollte es tatsächlich soweit kommen, dass Snowden in Ecuador im Asyl leben könnte, – so Professorin Patricia de la Torre- würden die USA das sicherlich nicht einfach hinnehmen. Washington könnte mit wirtschaftlichen Sanktionen reagieren. Quito sei sich dessen bewusst.

Ecuadors Präsident Rafael Correa ist zwar, was die eigene Presse und die Meinungsfreiheit im dem südamerikansiche Land angeht, nicht so großzügig, doch den Informanten aus den USA hat er – wie vorher schon den Wikileaks-Gründer und in Schweden u.a. wegen Vergewaltigung gesuchten Australier Julian Assange – eingeladen.

Kremlchef Wladimir Putin hatte eine Auslieferung Snowdons an die USA abgelehnt. Snowden sei ein freier Mann, der die russische Staatsgrenze offiziell nicht übertreten und in dem Land auch keine Verbrechen begangen habe, hatte Putin erklärt.