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Supreme Court stärkt Homo-Ehe in den USA

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Supreme Court stärkt Homo-Ehe in den USA

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Lesben und Schwule haben vor dem obersten US-Gericht einen Sieg errungen. Die Richter haben das umstrittene DOMA-Gesetz, das die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau definierte, gekippt. Partnern in Homo-Ehen stehen nun die gleichen Rechte wie traditionellen Paaren zu. Es geht um Vorteile bei Steuern, Erbschaften und Krankenversicherungen. Von dem Urteil profitieren rund 100.000 legal verheiratete Homosexuelle.

“Es ist ein wundervoller Tag für die USA. Denn unser Land ist einen Schritt weiter. Wir sind der Verwirklichung des Versprechens, das in unserer Verfassung festlegt, dass alle Menschen gleich sind und ein absolutes Recht auf Freiheit und Glück haben, ein Stück näher gekommen,” so der Anwalt David Boies.

Ein zweites Urteil wurde auch als Sieg für die Rechte der Homosexuellen gefeiert. Es geht um den Volksentscheid “Proposition 8”, der Homo-Ehen in Kalifornien verbietet. Eine niedrigere Instanz kippte das Verbot und Gegner der Homo-Ehe brachten den Fall daraufhin vor den Supreme Court. Dieser wies ihre Klage zurück. Konkret bedeutet das, dass Schwule und Lesben vorerst in Kalifornien wieder heiraten können. Für Paul und Jeff ist dieser juristische Sieg auch ein persönlicher. Sie können jetzt endlich den Bund für’s Leben eingehen.