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Chilenische Polizei räumt besetzte Schulen

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Chilenische Polizei räumt besetzte Schulen

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Die chilenische Polizei hat mehr als zwanzig von Schülern besetzte Schulen in Santiago de Chile geräumt. Die Schulen sind als Wahllokale für die Präsidentschafts-Vorwahlen am Sonntag vorgesehen. 133 Besetzer wurden von der Polizei festgenommen, aus 18 Schulen zogen sich die Besetzer freiwillig zurück. Die Räumung wurde von Kommunalpolitikern aus Reihen der Oppositionsparteien kritisiert, die versuchen, einen Dialog mit den Schülern aufrecht zu erhalten.

“Die ist ein trauriger Morgen. Man hätte sich bemühen sollen, dies zu vermeiden. Ich mache ausdrücklich die Regierung dafür verantwortlich, die die Situation herbeigesehnt hat anstatt zu versuchen, sie zu vermeiden”, klagte die Bürgermeisterin von Santiago Carolina Tohá.

Am Mittwoch hatten rund 100.000 Studenten gegen die Bildungspolitik der Regierung demonstriert. Seit zwei Jahren fordern Schüler und Studenten eine Reform des größtenteils privatisierten, teuren und ineffizienten Bildungssystems Chiles. Die Schulbesetzungen sind Teil dieser Proteste.