Eilmeldung

Eilmeldung

Datenüberwachung: Deutschland will von Briten Auskunft

Sie lesen gerade:

Datenüberwachung: Deutschland will von Briten Auskunft

Schriftgrösse Aa Aa

Seit Bekanntwerden der umfassenden Datenüberwachung werden wieder viel mehr Briefe verfasst: Erst hat der deutsche Innenminister seinem britischen Kollegen geschrieben, jetzt hat auch die Justizministerin zwei Briefe nach London geschickt.

Der Innenminister hat auf seinen Katalog von dreizehn Fragen immerhin eine Art Antwort bekommen: drei Zeilen von der britischen Botschaft. In dem Schreiben heißt es: “Wie Sie ja wissen, nehmen britische Regierungen grundsätzlich nicht öffentlich Stellung zu nachrichtendienstlichen Angelegenheiten.”

Großbritannien empfiehlt der Bundesregierung, als geeignete Auskunftsquelle “unsere Nachrichtendienste selbst” anzusprechen.

Im deutschen Fall hat der britische Geheimdienst GCHQ wohl ein Kabel angezapft, das von Friesland aus über Großbritannien nach Nordamerika führt. Nach Angaben des Informanten Edward Snowden wurde das mit rund zweihundert derartigen Kabeln so gemacht, aus denen Telefon- und Internetdaten förmlich herausgesaugt wurden.

Über das britische Abhörprogramm – Tempora – will nun ebenfalls die EU Bescheid wissen: Auch sie hat deshalb jetzt nach London einen Brief geschrieben.