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Die Diva und der Schlagzeuger auf dem Gnawafestival

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Die Diva und der Schlagzeuger auf dem Gnawafestival

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In ihrer Heimat Marokko ist sie eine echte Diva, Oum, die Sängerin mit der sanften, sinnlichen Stimme, geboren in Casablanca, aufgewachsen in Marrakesch. Eigentlich studierte Architektin, die ihre Liebe zur Musik in einem Gospelchor entdeckte. Heute ist sie eine Reisende zwischen den Stilen, vermischt Soul, Jazz und arabische Musik. Ihre familiären Wurzeln liegen in der Westsahara, beim Wüstenvolk der Sahrawi.

“Soul of Morocco” heißt ihr aktuelles Album mit starkem Bezug auf ihre afrikanische Identität.
Auf dem Musikfestival in Essawira präsentierte sie die neuen Songs.
“Ich stamme aus diesem Land, in dem sich kulturell so viel ereignet”, erklärt Oum. “Wir Menschen hier in Afrika haben vom allem etwas, afrikanische, arabische, orientalische auch ein paar westliche Einflüsse. Und dann gibt es Dinge wie die Kultur der Amazir, der Berber. Ich glaube an die Vielseitigkeit. Ich halte nichts von Einbahnstraßen.”

Auf dem Gnawa Festival in Essawira spielte Oum gemeinsam mit dem Schlagzeuger Karim Ziad. Der gebürtige Algerier lebt in Frankreich und arbeitete unter anderem dem Jazz-Maestro Joe Zawinul. “Jdid” heißt Karim Ziads neues Album, auf dem er traditionelle Rhythmen aus Nordafrika mit westlichen verknüpft.“Ich versuche, dem Jazz auf diese Weise einen neuen Rhytmus zu geben”, so Ziad.

Entstanden ist das Album in Zusammenarbeit mit angesehenen Musikern wie dem armenischen Jazzpianisten Tigran Hamasyan, dem Serben Boyan Z und dem US-Keyboarder Scott Kinsey. Auch Oum, die marokkansiche Diva, hat einen Song begesteuert.