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Ex-Schatzmeister der spanischen Regierungspartei in Untersuchungshaft

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Ex-Schatzmeister der spanischen Regierungspartei in Untersuchungshaft

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Der frühere Schatzmeister der konservativen Regierungspartei in Spanien ist wegen eines Schwarzgeldskandals in Untersuchungshaft genommen worden. Der Richter befürchtet Flucht- und Verdunklungsgefahr. Gegen Luis Bárcenas wird wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche ermittelt. Sein Pass wurde ihm schon im Februar entzogen. Die Justiz versucht herauszufinden, wie er zu seinem Vermögen von gut 47 Millionen Euro auf Schweizer Konten kam.

Bárcenas steht auch im Zentrum einer zweiten Schwarzgeldaffäre, die von der Zeitung El País aufgedeckt wurde und die regierende Volkspartei schwer in Misskredit brachte. Der Ministerpräsident und andere Parteigrößen sollen über Jahre Geld von Unternehmern kassiert haben, die auf Regierungsaufträge erpicht waren. Das Geld soll über eine schwarze Kasse transferiert worden sein. Regierungschef Mariano Rajoy bestreitet, illegale Geldbeträge erhalten zu haben. Auch Bárcenas erklärt, er sei unschuldig und habe sein Geld durch legale Geschäfte verdient.