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Forderungen nach Mursis Rücktritt werden lauter

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Forderungen nach Mursis Rücktritt werden lauter

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Der ägyptische Präsident Mohamed Mursi hat Forderungen nach seinem Rücktritt eine klare Absage erteilt. In einer zweistündigen Rede bemühte er sich zwar, die Wogen zu glätten und angesichts der für Sonntag angekündigten Großdemonstrationen für Besänftigung zu sorgen, gleichzeitig bezeichnete er seine Gegner als Saboteure, die nur das Wirtschaftswachstum hemmen wollten.

In mehreren ägyptischen Provinzen war es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der regierenden Muslimbrüder gekommen. Ein Mensch wurde getötet, etwa 300 Menschen wurden verletzt.

Ein junger Demonstrant sagt: “Er wollte mit seiner Rede Frieden stiften, aber er hat nur die einzelnen Gruppen gegeneinander aufgebracht.” Und ein anderer meint:
“Mursi kennt die Realität nicht. Er weiss nicht, wie es den Menschen im Volk geht. Er kann mit Menschen nicht umgehen, die nicht zu seinen Muslimbrüdern gehören.”

Die Sicherheitskräfte rechnen in den kommenden Tagen mit weiteren gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der Sonntag ist der erste Jahrestag der Vereidigung von Präsident Mohammed Mursi.