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Bilder einer visionären Künstlerin: Hilma af Klint

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Bilder einer visionären Künstlerin: Hilma af Klint

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Eine Ausstellung im Hamburger Bahnhof ehrt die schwedische Kunstpionierin Hilma af Klint, die bereits 1906 erste abstrakte Werke schuf, also noch vor den Wegbereitern der Abstraktion Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Ihre Werke strahlen bis heute, betont Museumsdirektor Udo Kittelmann. “Es ist ein unglaublich optimistisches Werk. Es ist voller Licht und Hoffnung. Und das finden wir selten in der Kunst, gerade auch in der deutschen Kunst, die immer so wahnsinnig schwer tut. Das ist ein hoffnungsvolles Werk auch fürs 21. Jahrhundert.”

1862 in Stockholm geboren, absolvierte Hilma af Klint eine akademische Kunstausbildung und etablierte sich als Landschafts- und Porträtmalerin. Doch im Geheimen malte die von Theosophie und Anthroposophie beeinflusste Künstlerin ganz anders. Als sie 1944 starb, hinterließ sie die Verfügung, dass ihre abstrakten Bilder 20 Jahre unter Verschluss bleiben sollten.

Bilder für zukünftige Generationen, meint die Kuratorin der Schau, Iris Müller-Westermann. “Die könnten ja zur Pop-Art-Zeit, in den 1960er Jahren gemacht sein, oder vielleicht in den 1980ern. Sie fühlen sich nicht so an, als ob sie 100 Jahre alt sind.”

Die vom Moderna Museet Stockholm konzipierte Schau präsentiert über 200 Arbeiten von der frühen akademischen Malerei bis zur monumentalen Abstraktion. In Berlin ist sie bis zum 6. Oktober zu Gast und wird danach im Picasso Museum im spanischen Málaga erwartet.