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China wirft USA Schnüffelei vor - Schweiz sauer auf Snowden

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China wirft USA Schnüffelei vor - Schweiz sauer auf Snowden

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Während der mutmaßliche Whistleblower Edward Snowden auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festsitzt, ließ sein Vater wissen, sein Sohn könnte unter bestimmten Vorraussetzungen in die USA zurückkehren. Etwa, wenn er vor einem Prozess nicht verhaftet würde. Derweil hat sich auch das von den USA wegen Hackerangriffen vielgescholtene China zu Wort gemeldet und im Lichter der Snowden-Enthüllungen den Spieß der Anschuldigungen umgedreht:

Sprecherin Hua Chunying: “China hofft, dass ein gewisses Land seine unverantwortlichen Angriffe und Anschuldigungen gegen China stoppt. Es sollte statt dessen bei sich selbst anfangen und praktische Maßnahmen ergreifen, um das gegenseitige Vertrauen und Kooperation zu stärken, damit wir gemeinsam den Frieden und die Sicherheit im Internet sicherstellen können.”

Ecuador kommt USA zuvor

Ecuador wiederum beendete wegen des Streits um Snowden ein Zollabkommen mit den USA – bevor diese es wie angedroht tun konnten.

Präsident Rafael Correa: “Angesichts dieser Erpressung bestätige ich und erklären wir offiziell in Richtung der USA: Ihr braucht uns nicht mit der Aufhebung von Zollvergünstigungen zu drohen, denn wir heben sei einseitig und unwiderruflich selbst auf. Ihr könnt sie behalten.”

Die USA wollten das Abkommen beenden, sollte Snowden in Ecuador Asyl erhalten. Unterdessen weigert sich Russland weiter, den 30jährigen wie von den USA gefordert zu verhaften und auszuliefern. Er sei weder offiziell nach Russland eingereist, noch habe er gegen Gesetze verstoßen, hieß es in Moskau.

Schweizer sauer auf Snowden wegen angeblicher Lästerei

Neben den USA ist nun auch die Schweiz sauer auf Snowden. Der Ex-Geheimdienstler soll sich in Chats abfällig über die Eidgenossen geäußert haben. Einem Bericht im Schweizer Boulevardblatt “Blick” zufolge habe Snowden die Schweizer als Rassisten bezeichnet, sie würden meist schwul aussehen, die Frauen seien hässlich, die Straßen zu schmal und die Restaurants zu teuer. Das steht dem Bericht zufolge in einem Chat-Protokoll des Anwenders “TheTrueHOOHA”. Dieser Account wird vom US-Portal “Ars Technica” Snowden zugeordnet. Die Kommentare habe Snowden zwischen 2007 und 2009 geschrieben. Damals war er als CIA-Agent bei der Genfer UN-Mission der USA tätig.

Weiterführende Links

Strafantrag gegen Snowden
Seite von Ars Technica mit Snowden-Story
Bericht im Blick
UN-Mission der USA in Genf