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Ex-Adidas-Besitzer Bernard Tapie wegen bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Was wusste der Präsident?

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Ex-Adidas-Besitzer Bernard Tapie wegen bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Was wusste der Präsident?

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Der französische Geschäftsmann Bernard Tapie ist wegen bandenmäßigen Betrugs angeklagt worden. Es geht um über 400 Millionen Euro Entschädigung, die Tapie 2008 vom französischen Staat nach einem umstrittenen Schlichtungsverfahren wegen des Verkaufs seines Adidas-Konzerns erhalten hatte. Die Justiz ermittelt, inwieweit Tapie mit den Schlichtern unter einer Decke steckte, und welche Rolle die damalige Finanzministerin und heutige IWF-Chefin Christine Lagarde sowie der damalige Präsident, Nicolas Sarkozy, in der Angelegenheit spielten. Lagarde soll sich auf einen vorschnellen Vergleich eingelassen haben.

Tapie hatte sich beim Verkauf von Adidas an Credit Lyonnais von der Bank und dem Staat als ihrem Hauptaktionär übervorteilt gefühlt. Wegen des umstrittenen Schiedsverfahrens wurden drei weitere Verdächtige angeklagt, darunter ein Schlichter und Lagardes damaliger Büroleiter.