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Kampf auf Leben und Tod auf Münchens Rindermarkt: Asylbewerber im Hungerstreik

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Kampf auf Leben und Tod auf Münchens Rindermarkt: Asylbewerber im Hungerstreik

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Im Streit einiger Asylsuchender mit der deutschen Regierung geht es inzwischen um Leben und Tod: Seit Samstag sind die Asylbewerber aus Pakistan, Afghanistan oder Nigeria in München im Hunderstreik, seit Dienstag trinken sie nicht mehr. Mehrere wurden bewusstlos ins Krankenhaus gebracht, eine Frau musste reanimiert werden. Sie fordern sofortiges Asylrecht und wollen nicht aufgeben, bevor die Behörden ihrer Forderung nachkommen – lieber wollen sie sterben.

“Die deutsche Regierung muss eine Entscheidung treffen. Im 21. Jahrhundert, in der Mitte Europas, in München, der teuersten Stadt Deutschlands, müssen sie eine Entscheidung treffen, ob das Leben von Menschen wichtiger ist als irgendwelche Papiere”, erklärt der Sprecher der Gruppe, selbst nicht im Hungerstreik.

Münchens Oberbürgermeister hat einen Krisenstab eingerichtet, Bayerns Sozialministerin schimpft über Erpressung. Das Bundesamt für Migration stellte klar, es könne rein rechtlich nicht im Hauruckverfahren Asylstatus verleihen. Sein Angebot, die Fälle binnen zwei Wochen zu prüfen, lehnten die Streikenden ab.