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Moncoutié: "Froome ist Favorit bei der Tour de France"

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Moncoutié: "Froome ist Favorit bei der Tour de France"

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Nach 16 Jahren an der Spitze des Radsports hat der Franzose David Moncoutié seine professionelle Karriere Ende vergangenen Jahres beendet. Im Laufe der Zeit erwarb er sich einen Ruf als “sauberer” Sportler, durch Doping-Skandale ist er nie aufgefallen. Elf mal hat der 38-jährige Bergspezialist an der Tour de France teilgenommen, seit Beginn seiner Karriere ging er für die Équipe Cofidis an den Start.

euronews:

“Sie haben ihre Profikarriere nach 16 Jahren beendet, elf mal waren Sie bei der Tour de France dabei, zehn mal haben Sie sie beendet. In diesem Jahr findet die Tour zum 100. Mal statt, lassen Sie uns über Favoriten reden. Wer sind die Favoriten?”

David Moncoutié:

“Ich denke, die Nummer eins ist Chris Froome. Er hat in diesem Jahr gezeigt, wie stark er ist, auch sein Team ist sehr stark. Er hat die Dauphiné-Rundfahrt gewonnen, schon im vergangenen Jahr hätte er die Tour gewinnen können. Ich denke also, dass er der Favorit ist. Aber da ist auch noch Alberto Cantador, er hat das Profil für Etappen-Rennen. Und dann sind da noch die Außenseiter: Cadel Evans, Valverde, Rodriguez. Aber ich denke, Froome und Contador werden die Stärksten sein.”

euronews:

“Glauben Sie, das Rennen wird sich ändern, weil Bradley Wiggins in diesem Jahr nicht dabei sein wird?

David Moncoutié:

“Nicht viel. Ich denke nicht, denn das Sky-Team ist sehr stark, sein Leader ist sehr stark. Ich denke, Froome und Sky sind die Stärksten, sogar ohne Wiggins.”

euronews:

“Was ist in diesem Jahr die Schlüssel-Etappe, mit so vielen Bergen auf dem Kurs?”

David Moncoutié:

“Es gibt viele Berg-Etappen, mehr als im vergangenen Jahr. Das Zeitfahren wird weniger wichtig sein, aber am Ende werden wir das Ergebnis erst nach den letzten drei Etappen wissen, wenn die Fahrer zweimal Alpe d’Huez, Grand Bornand und Semnoz erklommen haben. Wir werden den Sieger nicht vor diesen drei Tagen kennen.”

Der gebürtige Kenianer Christopher Froome ist durch seine Ausgeglichenheit am Berg und im Zeitfahren bei der Tour in diesem Jahr der Top-Favorit. Der 28-Jährige wirkte schon letztes Jahr in den Anstiegen stärker als sein damaliger Kapitän Bradley Wiggins. Nun hat er freie Fahrt und hat mit Sky wohl außerdem das stärkste Team an seiner Seite.