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Ägyptens Armee gibt Politik Frist zur Einigung

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Ägyptens Armee gibt Politik Frist zur Einigung

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Angesichts der Massenproteste in Ägypten meldet sich nun die Armee zu Wort: Eine mächtige Einrichtung, die sich aber aus der Politik zurückgezogen hat, seit dem Übergang von Quasidiktator Hosni Mubarak zum jetzigen Präsidenten Mohammed Mursi. In dieser Übergangszeit regierte sie faktisch das Land, wurde aber von Mursi nach seinem Wahlsieg auf ihre eigentliche Rolle zurückgestutzt.

Achtundvierzig Stunden gebe man den Politikern Zeit, um auf die Forderungen der Massen einzugehen und sich auf Lösungen für die Krise zu einigen, teilt Armeechef Abdel Fattah Sisi nun mit. Ansonsten lege die Armee einen eigenen Plan vor, wie Ägypten aus der jetzigen Krise zu führen sei. Der oberste Militär betont aber auch, dass sich das Militär nicht als Teil von Politik oder Regierung sehe.

Hunderttausende hatten gestern im ganzen Land gegen Mursi und seine regierenden Islamisten protestiert. Bei Zusammenstößen wurden laut Regierung sechzehn Menschen getötet, rund achthundert verletzt.

Inzwischen sind aus Mursis Regierung fünf Minister zurückgetreten. Ihre Gründe sind aber unbekannt.