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Mohammed Mursis Gegner wollen weiterhin seinen Rücktritt

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Mohammed Mursis Gegner wollen weiterhin seinen Rücktritt

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Auch am Tag nach den großen Protesten sind weiterhin Gegner des Präsidenten auf Kairos Tahrirplatz. Mohammed Mursi, Ägyptens Staatsoberhaupt, soll zurücktreten, verlangen sie – wenn es nach ihnen geht, bis morgen abend.

Hunderttausende hatten gestern im ganzen Land gegen Mursi und seine regierenden Islamisten protestiert. Bei Zusammenstößen mit Mursi-Anhängern wurden nach Regierungsangaben sechzehn Menschen getötet, rund achthundert verletzt.

“Wir hatten eine Revolution gegen Verhältnisse, die viel besser waren als die jetzigen Umstände”, sagt eine Frau hier. “Jetzt ist es viel schlimmer, also sind natürlich auch viel mehr Menschen unzufrieden.”

Mursi hat aber auch viele Anhänger; immerhin ist er Ägyptens erster frei gewählter Präsident. Auch einige von ihnen haben sich in einer Ecke des Platzes versammelt. Natürlich hätten gestern viele protestiert, meint ein Mann hier: Schließlich habe während Hosni Mubaraks Präsidentschaft die damalige Regierungs- und faktische Einheitspartei drei Millionen Mitglieder gehabt. Das Wichtigste sei aber, dass es friedlich bleibe.

Zu den Aufräumarbeiten gehört heute auch der Rücktritt mehrerer Minister. Ihre Gründe sind aber unbekannt.