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"Nichts Ungewöhnliches": US-Außenminister Kerry verteidigt Spitzelaktionen

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"Nichts Ungewöhnliches": US-Außenminister Kerry verteidigt Spitzelaktionen

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US-Außenminister John Kerry hat die Bespitzelungsaktionen des US-Geheimdienstes verteidigt: ein solches Vorgehen sei gang und gäbe.
Die National Security Agency soll systematisch und millionenfach die Kommunikation von Europäern überwacht haben, in besonderem Maße auch in Deutschland.

“Jedes Land, das in internationale Zusammenhänge eingebunden ist, die die nationale Sicherheit betreffen, führt solche Aktionen durch, um seine nationale Sicherheit zu schützen. Das ist für viele Staaten nichts Ungewöhnliches”, sagte Kerry.

Aus Brüssel gab es Protest als Reaktion auf die Enthüllungen. Schließlich sei die Europäische Union ein Verbündeter. Pia Ahrenkilde Hansen, Sprecherin der EU-Kommission, sagte: “Wir erwarten von unseren Partnern und Alliierten Klarheit und Transparenz. Und das erwarten wir auch von den Vereinigten Staaten.”

Eine halbe Milliarde deutscher Kommunikationsverbindungen kontrolliere die NSA pro Monat, hatte das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” berichtet. Auch Botschaften seien betroffen. “Wenn das zuträfe – eine solche Ausspähung diplomatischer Vertretungen – dann wäre das etwas, was für uns absolut inakzeptabel wäre”, so Regierungssprecher.

Mitglieder der Bundesregierung sollen dem Bericht zufolge ebenfalls ausgespäht worden sein, möglicherweise auch Kanzlerin Angela Merkel. Dies gleiche Methoden des Kalten Krieges, kritisierten Datenschützer.