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Regierungsgegner stürmen Zentrale der Muslimbrüder in Kairo

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Regierungsgegner stürmen Zentrale der Muslimbrüder in Kairo

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Hier brach sich die Wut Bahn: Nach stundenlanger Belagerung in der Nacht stürmten Gegner der Muslimbruderschaft deren nationales Hauptquartier in Kairo.

Was sie im Gebäude fanden, warfen sie aus dem Fenster oder nahmen es mit. Die Mitglieder der Bruderschaft hatten sich zuvor aus dem Staub gemacht.

Flaschen mit Säure und mit flüssigem Sauerstoff seien das hier, behauptet einer der Eindringlinge und zeigt auf Flaschen und Flakons, auf der Haut würde das Verätzungen geben.

Die Muslimbruderschaft tagte derweil andernorts und teilte mit, dass sie nun Selbstverteidigung erwäge – die Gegner hätten eine Grenze der Gewalt überschritten. Der Polizei warf sie vor, nicht eingegriffen zu haben.

Ihre Gegner erwidern: “Das ist kein Büro, das ist eine Festung der Muslimbrüder. Sie feuern daraus mit scharfer Munition, keiner kommt vorbei – selbst die Krankenwagen werden beschossen”, fasst einer die Ereignisse der Nacht zusammen.

Die Regierungsgegner hatten das Gebäude mit Steinen und Molotow-Cocktails angegriffen, aus dem Haus heraus schossen offenbar Wachleute.

“Da brennt Mursi”, erklärt einer der Männer an einem symbolischen Feuer vor dem Gebäude.

Acht Menschen kamen nach Regierungsangaben allein bei den Tumulten vor der Zentrale ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt.