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Erste Antworten auf Edward Snowdens Asylanträge negativ

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Erste Antworten auf Edward Snowdens Asylanträge negativ

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Der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden hat nach Angaben der Enthüllungsplattform Wikileaks Asyl in einundzwanzig Ländern beantragt. Seinen Asylantrag in Russland, wo er seit zehn Tagen auf dem Flughafen ausharrt, zog Snowden allerdings schon zurück. Grund war laut einem Kremlsprecher die Bedingung von Präsident Putin, dass der Whistleblower aufhören müsse, mit seinen Enthüllungen den USA zu schaden.

Die Antworten aus anderen Ländern fielen eher negativ aus: Der norwegische Justizstaatssekretär Pål Lønseth erklärte, die norwegischen Behörden könnten theoretisch jemandem die Einreise nach Norwegen genehmigen und ihm Asyl gewähren, wenn sie dafür wichtige politische Gründe sehen. Aber er könne solche Gründe im vorliegenden Fall nicht erkennen.

Norwegen wie auch Deutschland, Österreich und einige andere bestanden darauf, dass das Asyl im jeweiligen Land beantragt werden müsse. Deutschland prüft laut Innenminister, ob eine Aufnahme aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen möglich ist. Der russische Außenminister Sergej Lawrow beriet am Rande eines ASEAN-Treffens mit seinem US-Kollegen John Kerry über die delikate Angelegenheit – doch die Lage in Syrien und Ägypten dürfte im Vordergrund gestanden haben.