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Stress in Athen

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Die Troika aus EU, EZB und IWF will Ergebnisse sehen, bevor sie weitere Milliarden überweist. In der Troika gebe es eine allgemeine Unzufriedenheit über die Fortschritte bei der Reform des öffentlichen Sektors in Griechenland, verlautete am Rand der Verhandlungen. “Alle stimmen überein, dass Griechenland noch vor der Euro-Gruppe am Montag liefern muss”, so ein Insider: “Deshalb müssen sie am Freitag noch einmal etwas vorlegen.”

Die Zusicherung sei entscheidend für die Auszahlung der nächsten Kredit-Tranche von 8,1 Milliarden Euro.

Wird schon klappen, meint Banker Henk Potts von Barclays:

“Sie haben beim Managen des Haushaltsdefizit unglaubliche Fortschritte gemacht. Die Wirtschaft wird wettbewerbsfähiger, die Arbeitskosten gehen zurück. Der Tourismus bringt mehr ein, das wissen wir auch – das könnte sogar einen Rekord geben im Laufe dieses Jahres.”

Die Finanzminister der Euro-Zone treffen sich nach bisheriger Planung am 8. Juli und werden auch über die Lage in Griechenland reden.

Die Nerven sind angespannt: Als der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis wieder einmal mit einem zweiten Schuldenschnitt ankam, reagierte die schwarz-gelbe Koalition in Berlin genervt.

Griechenland hat seine Schulden im Frühjahr 2012 mit einem Schnitt bei seinen Privatgläubigern, vor allem Banken und Versicherungen, um 100 Milliarden Euro verringert und wird mit 130 Milliarden Euro an Krediten von seinen Euro-Partnern und dem IWF bis Ende 2014 vor der Pleite bewahrt.

Mit dpa, Reuters