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Whistleblower Snowden stellt laut Wikileaks Asylantrag in zwanzig Ländern

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Whistleblower Snowden stellt laut Wikileaks Asylantrag in zwanzig Ländern

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Der amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden wartet auf dem Flughafen in Moskau auf Antwort aus zwanzig Ländern, in denen er Asyl beantragt hat. Die Enthüllungsplattform Wikileaks, die ihn dabei unterstützte, veröffentlichte eine Liste mit den entsprechenden Staaten, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Als erste bestätigten Norwegen und Polen offiziell, einen solchen Antrag erhalten zu haben. Das Schreiben auf Wikileaks gilt als Snowdens erste, aber nicht verifizierte öffentliche Äußerung seit seiner Flucht nach Moskau. Darin wirft er den USA vor, ihm sein Menschenrecht, das Recht auf einen Asylantrag, verwehren zu wollen.

Seinen Asylantrag bei Russland zog er nach Angaben eines Kreml-Sprechers zurück. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die Bedingung gestellt, dass Snowden, wenn er in Russland bleiben wolle, all seine Enthüllungen einstellen müsste, die Russlands US-amerikanischen Partnern Schaden zufügten – “so seltsam das aus meinem Munde klingen mag.”

Der russische Außenminister Sergej Lawrow beriet sich am Rande des Außenministertreffens der Südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in Brunei unter vier Augen mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry: Neben der Lage in Syrien und Ägypten sollte auch der Fall Snowden zur Sprache kommen.