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Wut in der Ukraine nach Vergewaltigungsfall um Polizisten

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Wut in der Ukraine nach Vergewaltigungsfall um Polizisten

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Aufgebrachte Menschen versuchen, ein Polizeirevier zu stürmen: In der ukrainischen Kleinstadt Wradijewka
ist eine Frau vergewaltigt worden, die Täter waren nach ihren Angaben Polizisten. Sie wurde demnach spätabends auf der Straße in ein Taxi gezwungen und in einen Wald gefahren; nach der Vergewaltigung sei sie dort liegengelassen worden. Der Taxifahrer habe bei allem zugesehen.

“Natürlich waren es Polizisten, ich kenne sie ja aus der Stadt”, sagt Irina Kraschkowa, das Opfer; “ich wohne ja selber hier, ich kenne sie gut. Ich habe nie mit ihnen geredet, aber ich kenne sie, weil ich hier lebe.”

Auch in der Hauptstadt Kiew macht sich Wut breit: Erst letztes Jahr gab es einen ähnlichen, aufsehenerregenden Fall, bei dem die Polizisten zunächst wegen guter Beziehungen gedeckt wurden. Damals wurde die achtzehnjährige Oxana Makar vergewaltigt und dann sogar verbrannt. Später wurden drei Männer verurteilt.

Der Staatspräsident hat inzwischen eine Untersuchung versprochen; die zuständigen Polizeichefs und der Staatsanwalt vor Ort sind nach Behördenangaben entlassen. Der Innenminister teilte mit, man habe einen der Polizisten und den Taxifahrer festgenommen; der zweite Polizist sei aber den Unterlagen zufolge im Dienst gewesen und komme somit als Täter nicht in Frage.