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Traurige Bilanz der Proteste in Kairo

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Traurige Bilanz der Proteste in Kairo

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In Kairo hat es in der Nacht wieder gewaltsame Ausschreitungen gegeben, bei denen mehr als 20 Menschen getötet wurden. Vor der Universität kam es zu Zustammensstößen zwischen ägyptischen Sicherheitskräften und Anhängern von Präsident Mursi. 16 Menschen kamen dabei ums Leben, mindestens 200 wurden verletzt. An anderen Orten in der ägyptischen Hauptstadt waren bereits am frühen Abend mindestens sechs Menschen getötet worden.

Zehntausende Gegner Mursis versammelten sich zu einer Großdemonstration auf dem Tahrir-Platz; diese verlief weitgehend friedlich. Die Protestbewegung wirft Mursi und seiner Bewegung der Muslimbrüder vor, die wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes nicht zu lösen. Die Mursi-Gegner verlangen eine “zweite Revolution” und beklagen auch eine schleichende Islamisierung der Gesellschaft.