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Boliviens Präsident muss wegen Suche nach Snowden landen

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Boliviens Präsident muss wegen Suche nach Snowden landen

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Der Fall des flüchtigen Ex-Geheimdienstlers Edward Snowden hat zu Verstimmungen zwischen Bolivien und den westlichen Ländern geführt. Der bolivianische Präsident Evo Morales musste in Wien zwischenlanden weil Frankreich, Portugal, Italien und Spanien seiner Maschine kurzfristig das Überflugrecht verweigerten. Hintergrund war die Annahme, dass Snowden sich an Bord befinde.

Ruben Saavreda, Boliviens Verteidigungminister, war entrüstet: “Wir weisen diese Vorwürfe kategorisch zurück. Es ist eine enorme Lüge, eine Verschwörung der USA, die mehrere europäische Regierungen benutzen, um dem Ansehen Boliviens und dem Ansehen unseres Präsidenten Evo Morales zu schaden.”

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro nahm Snowden bei einem Besuch in Moskau in Schutz. Dieser habe eine große Wahrheit veröffentlicht. Der 30-Jährige habe keine Bomben gelegt und niemanden getötet. Venezuela hat ein Asyl für Snowden nicht ausgeschlossen.

Insgesamt hat der Whistleblower in 21 Ländern um Asyl gebeten, bislang erfolglos. US-Präsident Barack Obama hatte Ländern, die Snowden Zuflucht bieten, mit Konsequenzen gedroht.