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Die Mandelas und der Gräberstreit

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Die Mandelas und der Gräberstreit

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Nelson Mandela kämpft weiter mit dem Tod. Seine Familie verstrickt sich inzwischen immer tiefer in einen Gräberstreit. Drei Kinder des 94-Jährigen lagen im Dorf Qunu begraben. Dort ist der Friedensnobelpreisträger aufgewachsen. Sein Enkel Mandla brachte ihre
Überreste aber vor zwei Jahren nach Mvezo, in den Geburtsort Mandelas – und das ohne Absprache mit der Familie. Die hat per Gerichtsbeschluss verfügen lassen, dass die Toten in ihre alten Grabstätten zurückgebracht werden müssen. Jetzt wurden außerdem Ermittlungen gegen Mandelas Enkel eingeleitet.

“Nachdem der Prozess eröffnet wurde, haben wir mit unseren Ermittlungen begonnen. Nun muss der Oberstaatsanwalt aber entstanden, ob die Exhumierung der Toten wirklich illegal war. Danach richtet sich, ob wir weiter ermitteln müssen, oder nicht”, erklärte ein Polizeisprecher.

Mandla Mandela hatte bereits angekündigt, dass er sich gegen die richterliche Verfügung wehren werde. Nelson Mandelas Zustand ist derweil weiterhin unverändert. Sein Wunsch ist es, in Qunu begraben zu werden. Daher geht es bei dem Streit um die Gräber auch darum, wo Nelson Mandela einmal seine Ruhe finden wird.