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Diors neuer Glanz und Van Herpens Zeitlupenkleider

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Diors neuer Glanz und Van Herpens Zeitlupenkleider

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Nichts ähnelt mehr einem Dior Kleid, als ein Dior Kleid, lautet eine alte Modeweisheit.
Und dennoch gelingt Raf Simons, dem Meisterschneider des illustren Modehauses, die Tradition immer wieder neu zu erfinden.
So geschehen auf den Haute-Couture-Schauen in Paris: Wespentaille und weit schwingende Röcke, aber auch Asymmetrie, starke Streifen und ein schräger Lagenmix, das Ganze den Regeln der Zunft gehorchend, maßgeschneidert und von Hand bestickt.

Er wollte die Couture befreien, sagte der Diordesigner nach der Vorstellung seiner Kollektion, für die er sich von den Kulturen verschiedener Kontinente inspirieren ließ.

Hauchzarte Blütenkleider zauberte Giambattista Valli und verwandelte den Pariser Catwalk in einen römischen Blumengarten
samt Statuen. Wie frisch gepflückt wirkten die steifen Petticoatröcke, beschmückt mit zarten Blütenstrukturen aus Spitze und Tüll..
Weiß und Grau waren die Grundtöne, dazu passend königliches Lavendelblau. Auch feuerrote Pflanzen wuchsen in Vallis Schlossgarten, transparente Kleider mit Blumenmuster.
Vallis fünfter Auftritt bei den Pariser Haute Couture Schauen sei sein bislang stärkster gewesen, schwärmte die Modekritik nach der Schau.

Die Schuhe warn’s – oder doch die Kleider?
Die Kollektion der Niederländerin Iris Van Herpen wirkte wie aus einer anderen Galaxie.
Die Avantgarde Schneiderin überraschte wiederum mit Kreationen, die lebenden Organismen ähnelten, Bäumen oder Insekten.

Kleider, in denn man nur langsam, zeitlos, schreiten kann, den unmöglichen, steilen Schuhkonstruktionen sei Dank.

Zeitlupenkleider, die gegen die Schwerkraft anzukämpfen schienen, spinnennetzartig und verschachtelt, so feierte Iris Van Herpen auf den Pariser Haute Couture Schauen die Entdeckung der Langsamkeit.