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Irak versinkt in einer Welle der Gewalt

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Irak versinkt in einer Welle der Gewalt

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Im Irak ist seit Beginn der Woche nicht ein Tag ohne Anschlag vergangen. Traurige Bilanz: mehr als hundert Tote und viele Verletzte. In der Hauptstadt Bagdad explodierten fünf Autobomben. Ziele der Angriffe waren vor allem schiitische Viertel. In Bakuba nordöstlich von Bagdad wurde ein Sprengsatz in der Nähe einer Trauerfeier gezündet. In Basra weiter südlich ging eine Autobombe hoch.

Die Anschlagsserie schürt die Angst vor einem Konflikt zwischen den Anhängern der beiden Glaubensrichtungen. Sunnitische Gruppierungen verüben regelmäßig Anschläge auf Schiiten, die in ihren Augen Abtrünnige sind. Ein Bewohner des schiitischen Viertels Tobchi in Bagdad erzählte: “Der Fahrer des Wagens mit der Bombe konnte nicht durch den Checkpoint kommen. Es gab eine lange Schlange an Autos, die warteten. Weil er nicht durch den Checkpoint kam, zündete er die Bombe inmitten der anderen Autos. Mehr als 15 Wagen wurden beschädigt.”

Eine Besserung ist einem Parlamentarier zufolge nicht in Sicht. Der Fastenmonat Ramadan beginnt nächste Woche. Traditionell planen die Extremisten in dieser Zeit noch mehr Anschläge als sonst.