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Kubanischer Dissident nimmt nach drei Jahren Sacharow-Preis entgegen

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Kubanischer Dissident nimmt nach drei Jahren Sacharow-Preis entgegen

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Seine Faust symbolisiere die Hoffnung, dass es einmal Demokratie in Kuba geben werde: Drei Jahre nach seiner Auszeichnung mit dem Sacharow-Preis für Menschenrechte hat der kubanische Dissident Guillermo Fariñas jetzt im Europarlament den Preis persönlich entgegennehmen können. 2010 durfte er nicht ausreisen. Und auch heute sei es mit den Rechten in Kuba noch nicht weit her.

“Wir werden unseren gewaltfreien Kampf fortführen”, versprach Fariñas bei seiner Rede vor dem Plenum in Straßburg. “Wir sind der Wandel, denn wir repräsentieren die Macht eines Volkes, das sich nicht damit abfindet, ohne die Freiheiten zu leben, die Sie in diesem Parlament genießen und ausüben. Kuba wird frei werden nicht durch die Zugeständnisse seiner Regierenden, sondern durch den Willen seiner Bürger.”

Ein neues Gesetz, das die Reisebestimmungen vereinfachte, machte Fariñas’ Besuch in Straßburg möglich. Doch weiterhin seien die Kubaner willkürlichen Entscheidungen der Regierung ausgesetzt, klagte nicht nur der 51-Jährige, der mehr als zwanzig Hungerstreiks in zwanzig Jahren hinter sich hat: Auch der Parlamentsvizepräsident verwies auf über 6.000 willkürliche Festnahmen in Kuba im vergangenen Jahr.