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Ägyptens Islamisten wollen sich nicht geschlagen geben

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Ägyptens Islamisten wollen sich nicht geschlagen geben

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Auf dem Platz vor der Kairoer Raba-al-Adaweya-Moschee harren sie seit Tagen aus, jetzt sind sie aus Sicherheitsgründen von der ägyptischen Armee umkreist – um Zusammenstöße zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern zu verhindern, wie es heißt. Auf den Platz kommt man nur schwer, unser Korrepondent schaffte es erst nach mehreren Anläufen.

Der Fernsehprediger und Muslimbruder Safwat Hegazi empört sich dort: “Wenn das ägyptische Volk das hinnimmt, wenn die Völker der ganzen Welt dies hinnehmen, den Militärputsch gegen die Demokratie, gegen demokratische Erfahrungen und einen gewählten, zivilen Präsidenten, dann ist das eine Schande für die ganze Welt!”

“Revolution bis zum Sieg” skandieren sie. Es geht ihnen nicht unbedingt um Mohammed Mursi, sondern um’s Prinzip: Dass der gewählte Staatschef nur durch Wahlen geschasst werden kann. Und für sie diente und dient die Revolution dazu, einen islamischen Staat einzuführen.

“Nach Ansicht der Islamisten-Parteien, die ihr Sit-in veranstalten, hat die wahre Revolution jetzt erst begonnen. Sie wollen hier bleiben und bis zum letzten Moment Widerstand leisten”, berichtet unser Korrespondent.

Wie radikal und gewaltsam dieser Widerstand ausfallen wird, darüber legt sich die Welt noch die Karten. Auf dem Platz vor der Moschee hilft derzeit erst einmal eins: Beten.