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Ägyptens neuer Übergangspräsident vereidigt


Ägypten

Ägyptens neuer Übergangspräsident vereidigt

Der neue ägyptische Interims-Präsident Adli Mansur ist vor Richtern des Verfassungsgerichts vereidigt worden. Das Militär, das Amtsinhaber Mohammed Mursi am Mittwoch entmachtete, hatte den Präsidenten des obersten Verfassungsgerichts zum Nachfolger bestimmt. Der 67-Jährige Mansur ist dort seit 1992 tätig. Er wird einer parteiübergreifenden Übergangsregierung vorstehen, die noch gebildet werden muss. Diese soll Neuwahlen für die Präsidentschaft und das Parlament vorbereiten und Änderungen der umstrittenen Teile der Verfassung ausarbeiten.

Ägyptens Islamisten wollen sich nicht geschlagen geben

Am Tahrir-Platz, an dem sich am Mittwoch tausende Menschen versammelt hatten, blieb es ruhig. Schon vor dem Sturz Mursis herrschte hier Volksfeststimmung, danach großer Jubel.

Mursi sprach nach seiner Entmachtung von einem Putsch, rief seine Landsleute aber auf, friedlich zu bleiben. Er wurde von der Armee unter Arrest gestellt, von seinen Mitarbeitern getrennt und ins Verteidigungsministerium gebracht. Auch seine Mitarbeiter wurden unter Arrest gestellt. Führende Mitglieder der Muslimbrüderschaft wurden einem Sprecher zufolge ebenfalls festgenommen.

Ägyptisches Militär stellt Mursi unter Hausarrest

Während in Kairo die Lage unter Kontrolle blieb und selbst Polizisten tanzend auf der Straße feierten, gab es in anderen Städten zum Teil tödliche Krawalle zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern.

Das Ausland reagierte besorgt. US-Präsident Obama vermied in einer ersten Stellungnahme aber das Wort “Militärputsch” – denn in dem Fall stünde die finanzielle Militärhilfe der USA für Ägypten auf der Kippe.

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