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Morales nach Wiener Intermezzo wieder daheim - diplomatischer Eklat

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Morales nach Wiener Intermezzo wieder daheim - diplomatischer Eklat

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Boliviens Präsident Evo Morales ist nach seinem erzwungenen Zwischenstopp in Wien wegen der Snowden-Affäre in der Heimat wie ein verlorener Sohn empfangen worden.

Der russische Außenminister zürnte derweil auf seiner Webseite, es sei kaum als freundlicher Akt zu bezeichnen, dass Frankreich, Spanien und Portugal Morales’ Flugzeug den Überflug verweigerten, weil Snowden an Bord vermutet wurde. Auch mehrere lateinamerikanische Staaten sind verärgert.

Das sei eine offene Provokation gegenüber einem ganzen Kontinent, nicht nur gegenüber einem Präsidenten gewesen, schimpfte Morales selbst. Er könne nicht verstehen, wie sich manche Länder zu derart getreuen Erfüllungsgehilfen des nordamerikanischen Imperalismus machen könnten.

Vor der französischen Botschaft in La Paz verbrannten Bolivianer mit einiger Mühe die französische Flagge.
Frankreich hatte die vorübergehende Sperrung des Luftraums für Boliviens Präsidentenmaschine bedauert und erklärt, es habe Verwirrung über den Eigentümer des Flugzeugs gegeben.

Morales war auf dem Rückweg von einer Gaskonferenz in Moskau gewesen und hatte 13 Stunden in Wien festgesessen, bis klar war, dass der Whistleblower Edward Snowden nicht im Flugzeug versteckt war. Snowden hatte auch Bolivien um Asyl gebeten.