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Ungewissheit über Nelson Mandelas wahren Zustand

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Ungewissheit über Nelson Mandelas wahren Zustand

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Nelson Mandela liegt möglicherweise nur noch im Wachkoma: Das besagen jedenfalls Papiere, die seine Familie vor Gericht eingereicht hat, in dem Prozess um drei Gräber.

Diese Papiere von vor gut einer Woche sollen offenbar zusätzlich belegen, dass Mandela todkrank ist und eine Entscheidung eilt: Demnach haben die Ärzte sogar empfohlen, die lebenserhaltenden Geräte abzuschalten.

Wenigstens der Gräberstreit ist nun vorüber: Es ging dabei um die drei toten Kinder von Nelson Mandela. Sie sind wieder am ursprünglichen Ort begraben, so wie es die Gerichte angeordnet haben.

Dieser Ort ist das Dorf Qunu, wo Nelson Mandela aufwuchs und wo er auch
ein Haus hat. Vor zwei Jahren ließ aber sein Enkel Mandla Mandela die Überreste in das nahegelegene Mvezo bringen: Dort wurde Nelson Mandela geboren, und dort residiert sein Enkel als Familienoberhaupt – er ist abgesehen von Nelson der älteste Mann in der Familie.

Wegen der Umbettung hatten ihn andere Verwandte vor Gericht gebracht und dort das Urteil gegen ihn erwirkt. Zu ihnen gehört Nelson Mandelas Tochter Makaziwe, die als sein ältestes lebendes Kind besonderen Respekt genießt. Offenbar könne jeder ankommen, klagt Mandla Mandela nun über seine Verwandten, und sagen “Ich bin ein Mandela” und mitentscheiden wollen.

Nelson Mandela will bei seinen Kindern begraben werden. In Qunu sind darüberhinaus auch die Gräber seiner Eltern. Daher ging es bei dem für die Außenwelt bizarren Streit letztlich darum, wo der Nationalheld selber einmal seine letzte Ruhe finden wird.