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Ägypten fürchtet die Rache der Muslimbrüder

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Ägypten fürchtet die Rache der Muslimbrüder

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In Ägypten wollen die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nicht aufgeben. Tausende harren vor der Rabea al-Adaweya Moschee in Kairo aus. Nach dem Freitagsgebet sind große Proteste geplant. Radikale Islamisten drohten mit einem “Tag des Zorns” und kündigten an, sie seien bereit zu kämpfen.

Ein Mann klagte: “Der Sturz von Mursi ist rechtswidrig. General Abdel Fattah al-Sissi hat einen Putsch herbeigeführt und weder die Gesetze noch die Verfassung respektiert. Ägypten wird in den kommenden 60 Jahren leiden.” Ein Lehrer sagte: “Wir sind aus ganz Ägypten angereist. Wir wollen, dass unser demokratisch gewählte Präsident in den Palast zurückkehrt.”

Der Oberste Militärrat rief die Ägypter auf, Ruhe zu bewahren. Exzesse, Straßensperren oder die Zerstörung von Eigentum würden nicht geduldet.

Die Mursi-Gegner strömten gestern erneut auf den Tahrir-Platz. “Ich bin hier, um mit den anderen Menschen zu feiern. Wir haben uns befreit und die Revolution zu Ende gebracht. Alle hier freuen sich,” so eine Frau. Für die Opposition hat General al-Sissi, der Chef der Armee, ihre Revolution gerettet.