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"Ägypten könnte wie Syrien enden"

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"Ägypten könnte wie Syrien enden"

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Nach dem Sturz der ägyptischen Regierung schwanken die Länder im Nahen und Mittleren Osten zwischen Hoffen und Bangen. Während etwa Katar die abgesetzte Mursi-Regierung in Kairo unterstützte, sind andere Staaten wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate froh über die Niederlage der Muslimbrüder. Dort fürchtete man, der Einfluss der islamistischen Vereinigung könnte die innere Stabilität im eigenen Land schwächen.

Michael Stephens vom RUSI (Royal United Services Institute for Defence and Security Studies Qatar): “Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich den Muslimbrüdern lange Zeit sehr deutlich entgegengestellt. Für die Emirate ist es also ein Sieg. Für Katar auf der anderen Seite ist es fast eine Niederlage. Sie haben die Regierung der Muslimbrüder unterstützt, nun hat sich das, was mit Mursis Amtsantritt wie ein Sieg für Katar aussah, sehr rasch gegen sie gewandt.”

Aus dem Iran kommen nachdenkliche Stimmen. Hossein Moghadam, ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden malt ein düsteres Bild von der möglichen Entwicklung Ägyptens.

“Die Muslimbrüder könnten am Ende Gewalt anwenden, dann wäre die Lage wie in Syrien. Das passiert womöglich auch in Ägypten.”

Die Türkei hofft darauf, dass sich die Lage durch baldige Wahlen stabilisiert. Veysel Ayhan vom International Middle East Peace Research Center: “Es sollte bald Wahlen geben, denn das Land braucht eine gewählte Regierung, einen gewählten Regierungschef und Minister. Denn man kann Ägypten nicht mit dem Militär regieren.”