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Griechenlands Polizisten und Lehrer protestieren

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Griechenlands Polizisten und Lehrer protestieren

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Bei den Finanzministern der Euro-Gruppe werden vorerst keine schnellen Entscheidungen zur weiteren Unterstützung Griechenlands erwartet. Die Minister beraten noch bis Sonntag. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn erklärte stattdessen, die nächste Tranche des Rettungspakets der Troika könnte in mehreren Teilen ausgezahlt werden.

Das geht der Regierung in Athen gegen den Strich, hatte sie doch auf eine vollständige Zahlung von rund acht Milliarden Euro gehofft.

Hintergrund ist, dass einige der Bedingungen für das Rettungspaket der Troika noch nicht erfüllt sind – wie Entlassungen im öffentlichen Dienst. Für die Reformen gibt es eine Frist bis zum Wochenende .

Dagegen regt sich Widerstand in Griechenland.

Der Vorsitzende der kommunalen Angestelltengewerkschaft meint, “gestern gingen wir als Angestellte der Gemeinden zu Bett, beim Aufwachen sind wir plötzlich entlassen. Die Logik der Troika und der Regierung sieht das langsame Ausbluten der Angestellten vor. Nur weil die Zahlen nicht stimmen, werden Familien in Armut und Arbeiter in Arbeitslosigkeit gestürzt.”

Bei den Reformen soll ein Teil der Lehrer und Gemeindepolizisten entlassen, ein weiterer Teil versetzt werden. Doch die Menschen in Griechenland vermuten auch hinter den Versetzungen versteckte Entlassungen: Werden die Betroffenen nicht innerhalb eines Jahres weiter vermittelt, ist der Kündigungsschutz gelockert und sie können ihre Arbeit verlieren.