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Mursi-Anhänger bei Protesten getötet

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Mursi-Anhänger bei Protesten getötet

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Bei den Massenprotesten von Islamisten gegen den Sturz von Präsident Mohammed Mursi sind am Freitag mindestens drei Demonstranten erschosen worden.

Nach Angaben der Muslimbruderschaft eröffneten Soldaten das Feuer, als die Demonstranten vor das Hauptquartier der Republikanischen Garde zogen. Auf dem Gelände soll Mursi festgehalten werden.
Die ägyptische Armee dementierte den Einsatz scharfer Munition. Sie habe nur Tränengas und Platzpatronen verschossen. Ob noch andere bewaffnete Sicherheitskräfte vor Ort waren, die mit scharfer Munition geschossen haben könnten, ist unklar.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters sah, wie Soldaten Warnschüsse in die Luft abgaben und hörte dann Schüsse aus Schrotflinten, als sich die Menge einer Absperrung vor der Kaserne näherte.
Zehntausende Ägypter waren nach den Mittagsgebeten in Kairo und anderen Städten auf die Straße gegangen, um gegen die Absetzung von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär zu protestieren.

Auf der Halbinsel Sinai und am Suezkanal kam es in mehreren Städten zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die versuchten Regierungsgebäude zu stürmen.