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S&P's: Portugals Aussichten "negativ"

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S&P's: Portugals Aussichten "negativ"

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Die Ratingagentur Standard & Poor’s droht Portugal mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Der Ausblick wurde von “stabil” auf “negativ” gesenkt, hieß es aus London. Die Bonität wird weiter mit der Note BB bewertet. Erst im März hatte S&P den Ausblick auf “stabil” angehoben.

Als Begründung nennt die Ratingagentur die Rücktritte der portugiesischen Minister. Die ließen weniger Handlungsspielraum für weitere Sparmaßnahmen, als bei der Einschätzung vom März erwartet wurde.

In der vergangenen Woche waren der Finanzminister und der Außenminister zurückgetreten. Letzterer gehört zum kleinen Koalitionspartner, was die hauchdünne Mehrheit des Ministerpräsidenten im Parlament gefährden könnte.

Die Krise ist in einer Phase ausgebrochen, in der Portugal neue Einsparungen beschließen muss, um die Vorgaben der Troika zu erfüllen. Urpsrünglich wollte Lissabon 2014 aus dem Rettungsprogramm aussteigen, was nun nicht mehr sicher ist.

Das ärmste Land Westeuropas steuert auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu.