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Straßenschlacht am Nil: Demonstranten ringen um Tahrir-Platz

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Straßenschlacht am Nil: Demonstranten ringen um Tahrir-Platz

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Im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben sich Anhänger und Gegner des abgesetzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi schwere Straßenschlachten geliefert.

Beide Seiten rangen dabei um den Zugang zum Tahrir-Platz, der in den Tagen vor Mursis Absetzung das Zentrum regierungsfeindlicher Proteste in der Hauptstadt war. Mursis Gegner waren von dort in Richtung Fluß gezogen, um den Unterstützern des ehemaligen Präsidenten den Weg über die Nilbrücken zu versperren. Diese hatten sich nach dem traditionellen Freitagsgebet und einer Rede von Mohammed Badi’e, dem Chef der Muslimbruderschaft, vom weiter westlich gelegenen Universtitätsgelände und von Norden in Richtung Tahrir-Platz aufgemacht. In der Nähe des Rundfunkgebäudes kam es dann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. An der 6. Oktober-Brücke bewarfen sich beide Seiten offenbar mit Pflastersteinen.

Mittlerweile ist auf dem Tahrir-Platz wieder Ruhe eingekehrt. Sollten sich die Auseinandersetzungen dennoch fortsetzen, hat das Militär sein Einschreiten angekündigt, nach eigenen Angaben um die Lage zu deeskalieren. Auch in anderen Städten Ägyptens, wie in der zweitgrößten Stadt Alexandria, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Nach offiziellen Berichten kamen landesweit insgesamt 17 Menschen ums Leben.