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Straßenschlachten in Kairo und Alexandria

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Straßenschlachten in Kairo und Alexandria

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In Kairo haben sich am Freitagabend Anhänger und Gegner des vom Militär gestürzten Staatspräsidenten Mohammed Mursi schwere Straßenschlachten geliefert. Auf dem Tahir-Platz, wo seit Tagen Mursi-Gegner ausharren, brennen Autos. Immer wieder werden Feuerwerkskörper abgeschossen.

Gegner und Anhänger Mursis bewarfen sich mit Steinen und gingen mit Latten aufeinander los. Auf der benachbarten Nilbrücke wurden Barrikaden errichtet und angezündet.

Auf der Brücke des 6. Oktobers gingen Panzerfahrzeuge in Stellung. Sie sollen offenbar Mursi-Anhänger daran hindern zum Tahrir-Platzes vorzustoßen. Auf einem der gepanzerten Fahrzeugen fuhr eine Gruppe von Mursi-Gegner mit. Das Militär hielt sich aber ansonsten weitgehend zurück. Über Kairo kreisten Hubschrauber.

Auch in Alexandria kam es zu schweren Ausschreitungen. Vor dem Bahnhof der zweitgrößten Stadt Ägyptens wurden bei den Krawallen mehr als 300 Menschen verletzt.

Nach dem Mittagsgebet hatten mehrere zehntausend Mursi-Anhänger in Kairo und anderen Städten gegen den Militärputsch demonstriert. Vor der Kaserne, in der Mursi gefangen gehalten werden soll, wurden mindestens drei Mursi-Anhänger erschossen.