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Großbritannien schickt Hassprediger Abu Qatada in die Wüste

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Großbritannien schickt Hassprediger Abu Qatada in die Wüste

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Großbritannien hat den islamistischen Hassprediger Abu Qatada nach Jordanien abgeschoben. Dort wurde er wegen Terrorverdachts gesucht. Bereits 1999 hatte ein jordanisches Gericht den Fünffachvater in Abwesenheit zu lebenslager Haft verurteilt, weil er an mehrere Anschlägen beteiligt gewesen sein soll. Seit 1993 lebte der heute 53-Jährige in Großbritannien. Immer wieder konnte er seine Auslieferung mit juristischen Kniffe hinauszögern. Durch ein Abkommen zwischen Großbritannien und Jordanien, nach dem unter Folter gemachte Aussagen nicht gegen ihn verwendet werden dürfen, konnte Qatada nun abgeschoben werden. Die britische Regierung ist erleichtert.

Premier David Cameron sagte: “Es hat mich, genau wie das ganze Land, zum Kochen gebracht, dass es so lange gedauert hat und so schwer war, diesen Mann abzuschieben, der kein Recht hatte, in unserem Land zu sein und der eine Bedrohung für unser Land war. Aber wir haben es geschafft, er ist zurück in Jordanien und das sind exzellente Nachrichten.”

Direkt nach seiner Ankunft in Amman wurde Qatada in ein Gefängnis gebracht. Der Geistliche mit jordanischer Staatsbürgerschaft galt als rechte Hand von Osama bin Laden. Es wird erwartet, das Qatada das Lebenslag-Urteil anficht, was eine jahrelange Justiz-Schlacht in Jordanien zu Folge haben könnte.