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Chinas Ex-Bahnminister zu Todesstrafe auf Bewährung verurteilt

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Chinas Ex-Bahnminister zu Todesstrafe auf Bewährung verurteilt

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Der ehemalige Eisenbahnminister Chinas ist wegen Korruption und Machtmissbrauchs zu einer Todesstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht in Peking sah es als erwiesen an, dass Liu Zhijun zwischen 1986 und 2011 Schmiergelder in Höhe von umgerechnet rund 8 Millionen Euro angenommen hat. Die Todesstrafe auf Bewährung wird in der Regel nach zwei Jahren in lebenslänglich umgewandelt.

Das Urteil sorgt auch deshalb für Aufsehen, weil der neue Staats- und Parteichef Xi Jinping angekündigt hat, härter gegen bestechliche Funktionäre vorzugehen, auch gegen jene auf höchster Ebene. So soll auch der Ex-Star der Kommunistischen Partei, Bo Xilai, wegen Korruption vor Gericht gestellt werden.

Der 60-jährige Liu, der einst als “Vater der Hochgeschwindigkeitszüge” gefeiert wurde, war seit 1986 im Bahnministerium tätig. 2003 stieg er zum Chef des Hauses auf, 2011 wurde er wegen der Vorwürfe entlassen.