Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Irrflug des Präsidenten: Bolivien will Erklärung


Bolivien

Irrflug des Präsidenten: Bolivien will Erklärung

Bolivien verlangt eine Erklärung für den Irrflug seines Staatspräsidenten Evo Morales. Dessen in Moskau gestarteter Maschine waren vergangene Woche die Überflugrechte für Frankreich, Spanien, Italien und Portugal verweigert worden. Es hatte sich die Meldung verbreitet, der von den USA gesuchte Edward Snowden befinde sich an Bord. Boliviens Kommunikationsministerin wähnt die Vereinigten Staaten hinter den Gerüchten:

“Wir wollen eine Erklärung, weshalb die USA das angeordnet haben, warum sie diese Länder dazu gedrängt haben, ein Veto aufgrund der falschen Behauptung auszusprechen, Snowden sei an Bord”, sagte Amanda Davila.

Das Flugzeug musste schließlich in Wien zwischenlanden. Morales hat dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter kürzlich ein Bleiberecht in Bolivien angeboten. Als Retourkutsche für seinen Irrflug durch Europa. “Wenn er es beantragt, werden wir ihm das Asyl gewähren, um zu erfahren, wie uns die US-Regierung kontrolliert hat”, so Morales. Snowden weilt nach wie vor im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo. Auch Venezuela und Nicaragua haben dem 30-Jährigen ein Bleiberecht in Aussicht gestellt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Die Armee in Ägypten wandelt auf einem schmalen Grat