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Papst erinnert auf Lampedusa an Flüchtlings-Schicksale

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Papst erinnert auf Lampedusa an Flüchtlings-Schicksale

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Papst Franziskus ist zu Besuch auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa vor Sizilien. Mit seiner Visite will er an das Los der Flüchtlinge erinnern, die dort gestrandet oder bei der Überfahrt ums Leben gekommen sind. Franziskus traf einige Migranten, die in Auffanglagern auf Lampedusa untergebracht sind, und er sprach mit Bewohnern der Insel. Außerdem betete für diejenigen, die vor der Fischerinsel ihr Leben verloren haben. Von einem Boot der Küstenwache aus legte er einen Kranz im Meer ab. Im Anschluss hielt Franziskus eine Messe auf dem Sportplatz der Insel.

“Unsere Gesellschaft hat vergessen, was es heißt, mit anderen zu weinen, mit ihnen zu fühlen. Eine Globalisierung der Gleichgültigkeit hat diese Fähigkeit, mitzufühlen, weggetragen.”

Franziskus hat die Armen ins Zentrum seiner Arbeit gestellt. Als er jetzt auf der Insel landete, stand gerade die Ankunft eines weiteren Flüchtlingsbootes bevor. Die an sich ruhige Fischerinsel mit ihren 4500 Einwohnern ist für die Migranten wegen ihrer Nähe zu Teilen Nordafrikas das ideale Tor zu Europa. Laut der UNO sind seit Jahresbeginn bereits mehr als 8000 Migranten auf Lampedusa eingetroffen.

Weiterführender Link

Pressemitteilung des Vatikans zum Papstbesuch