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Regierungsbildung in Ägypten vorerst gescheitert

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Regierungsbildung in Ägypten vorerst gescheitert

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Schwieriger Neuanfang in Ägypten. Übergangspräsident Adli Mansur soll das Land bis zu Neuwahlen führen, doch die Suche nach einem Regierungschef kommt nicht voran. Die Salafisten lehnten den Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei ab. Er sei nicht in der Lage, die Spaltung auf den Straßen zu überwinden. Auch den Sozialdemokraten Siad Bahaa El-Din boykottierten sie.

Die Stimmung im Land ist angespannt. In Alexandria lieferten sich Anhänger und Gegner des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi heftige Straßenschlachten. Nach offiziellen Angaben wurden rund 30 Menschen verletzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Ägypten dringend ab.

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich erneut Tausende Menschen, um zu zeigen, dass Mursis Sturz kein Putsch sei, sondern eine vom Volk getragene Revolution. Die Stimmung war gut und es wurden keine Zwischenfälle gemeldet. Eine Frau sagte: “Ich bin hierhergekommen, um zu demonstrieren, denn das Land ist endlich sicher. Die Muslimbrüder haben versucht, Ägypten zu kontrollieren doch jetzt gehört das Land Gott sei Dank wieder uns.”

Die Fronten zwischen den beiden Seiten verhärten sich. Viele fürchten eine weitere Esaklation. Unser Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim fasst zusammen: “Ägypten ist gespalten. Während die einen Mursis Sturz als den Rückkehr zur Rechtmäßigkeit feiern, demonstrieren die anderen gegen einen Verrat der Gesetze. Ägypten stehen noch weitere politische Konflikte bevor, solange die Forderungen der Menschen nicht erfüllt werden.”